Heute ist irgendwie kein guter Tag. Erst entdecke ich zwei Blasen an den Fersen, die gestern noch nicht da waren, ich fühl mich schlapp und es ist wieder diesig. Trotzdem mache ich mich auf den Weg, nützt ja nix.

Kurz hinter Visbek laufe ich an einem Automaten vorbei, der wohl das Ende der netten Obst-und Gemüseverkäufe am Straßenrand einläutet.

Es bleibt bis zum Mittag diesig und auch ich fühl mich irgendwie matschig. Ich gebe mir selbst das Versprechen in Vechta mir eine Cola und ein Snickers zu gönnen.


Das erweist sich aber als ganz schön schwierig, denn den ersten Supermarkt treffe ich am Stadtausgang (und der blöde DM auf halbem Wege verkauft keine Snickers). Nach erfolgreicher Beute geht es mir schon wieder besser undicht trete den zweiten Teil der heutigen Reise durch den Wald an.

Auffallend ist heute, dass ich an vielen Kruzifixen am Weg vorbeilaufe.

Bevor ich an einer endlos langen Straße nach Lohne reinlaufe komme ich noch an einem großen Reiterhof, wo mich die Pferde interessiert anschauen.

Es ist vier Uhr als ich frisch geduscht mich auf den Weg mache noch einen Stempel für meinen Pilgerpass zu ergattern.

Zwar hat die St. Getrudenkirche offen (und ist nebenbei gesagt auch sehr schön), aber ich finde hier niemanden, der mir einen Stempel geben kann. Und so muss ich mich mit einem eher nüchternen Stempel von der Touristeninformation begnügen.


Nach dem Versuch ein Bett in einer Jugendherberge für morgen zu bekommen (Bestätigung steht noch aus) gab es ein opulentes Mahl beim nahe gelegenen Türken bevor die Abendroutine eingeleitet wird.

Erkenntnis des Tages: Es gibt auch Tage beim Pilgern, wo es nicht so gut läuft.
Dein Körper ist jetzt wohl voll im Anpassungsprozess, um mit dieser ungewohnten Beanspruchung besser zurecht zu kommen. Es kommen bald wieder bessere Tage!
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Halte durch, Hase 😘 Ich schick Dir Kraft 🤗
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