Heute soll ein starkes Unwetter aufkommen, umso überraschter bin ich, dass es trocken ist als ich aufwache. Und so nutze ich die Gunst der Stunde und mach mich auf den Weg, um möglichst lang im Trockenen wandern zu können.

Ich komme an einem Torfwerk und der dazugehörigen Schmalspurbahn vorbei. Schade, dass heute Sonntag ist, das hätte ich gern in Betrieb gesehen.


Gegen 11:00 Uhr trudele ich in Steinfeld (das zweite auf dieser Reise) ein und versuche vergeblich nach dem Gottesdienst einen Stempel zu bekommen. Dabei fällt mir auf, dass hier mal kein Kruzifix zu sehen ist, sondern eine Plastik des letzten Abendmahls (was ich viel schöner finde).



Nach der Rast geht es weiter in den Wald und ich bekomme den ersten Anstieg zu spüren….und schnaufe wie ne Dampflok (na das kann ja noch heiter werden). Ich stoße auf den Weg zum Mordkuhlenberg auf mehrer von Figuren aus Stahl.

Der Sinn dieser Figuren erschließt sich mir erst als ich den kurz darauf erscheinenden Aussichtsturm besteige, da hier auf Schautafeln erzählt wird, was sich vor Jahrhunderten zugetragen hat. Eine Räuberbande hatte eine junge Frau geraubt, die dem Räuberhauptmann sieben Kinder gebären musste und durch eine List später dafür sorgte, dass diese gefangen und hingerichtet wurden. (Die genaue Geschichte gibt es auf Anfrage bei einem Feierabendgetränk)

Es folgt nun der Abstieg, erst von Hochturm, dann vom Berg und komme dann auch zeitig zur Jugendherberge.

Die Herbergsmutter ist eine sehr freundliche Dame, die mich ausnahmsweise sogar Waschmaschine und Trockner nutzen lässt und so habe ich den Nachmittag frei, um mal die Füße hochzupacken und nix zu tun.

Nach dem Abendessen mach ich noch mal einen Spaziergang nach Damme rein, sozusagen als Erholung. Auch hier überrascht mich, was für eine schöne Kirche hier steht, die ich mir wieder nur von außen anschauen kann.

Erkenntnis des Tages: Es kommt immer wieder anders als man denkt. Und im Wind schwingende Aussichtstürme sind nicht so meins.
Da macht es ja nur Sinn, das Du Dir das untere Bett bezogen hast. Oben, droben, ganz weit oben wäre es sicher wieder etwas wackelig geworden ☺
Morgen geht’s weiter, lieber Jan.
Für uns alle und auf Deinem Weg.
(ich folge)
Sei gegrüßt.
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