Heute lässt die Tierbegegnung, die ich fast täglich habe, nicht lange auf sich warten. Diesmal in Form einer Eidechse, auf die ich fast drauftrete und die einfach stehen bleibt anstatt wegzurennen (Im Sommerurlaub zu Kinderzeiten waren die unmöglich zu fangen und nun sowas)

In der noch anhaltenden Morgenkühle führt der Weg an Feldern mit Zuckerrüben, Johannisbeeren, Kirsch-, Fliederbeer- und Apfelbäumen und Weinstöcken vorbei. Es ist irgendwie so, als wolle der Weg zeigen, was die deutsche Landwirtschaft zu bieten hat.

Wie in der Wegbeschreibung angekündigt geht es heute mehrmals steil bergauf und mit steigender Sonne bekomme ich eine Glanzschicht aus Sonnencreme und Schweiß.


In Mülheim-Kärlich hab ich Glück und ersteigere trotz Sonntag in einem Restaurant zwei Flaschen Wasser (mein Verbrauch heute ist wieder etwas erschreckend) und gönne mir dann eine Mittagspause unter einem schattigen Walnussbaum.

Es folgt der letzte Anstieg für heute und von der Landschaft und dem Wetter könnte ich gerade nicht sagen, ob ich in Deutschland oder Spanien wandere.

Es folgt der Abstieg mit einem Panoramablick auf Güls und Koblenz.

Nachdem ich die Mosel überquert habe, geht es die letzten fünf Kilometer für heute an der Promenade bis zum Deutschen Eck entlang. Dabei treffe ich immer wieder auf Jakobsweg-Denkmale.


Bei strahlender Sonne erreiche ich das Reiterdenkmal von Kaiser Wilhelm II. bevor ich den Weg zum Hotel antrete und mir erst mal den Schmutz vom Körper wasche.


Beim anschließenden Sightseeing hab ich leider Pech und bekomme in keiner der Kirchen einen Stempel, so dass ich mich mit dem von der Touristeninformation begnügen muss.



Nach einem mäßig leckeren Abendessen bei einem türkischen Imbiss geht es dann wieder ins Hotel, es langt für heute
Erkenntnis des Tages: Langsam kommt die Wandersättigung.