Nach dem Frühstück geht es erst bergab ans Wasser und dann ein Stück den Rhein entlang. Das rechte Knie hat mir den gestrigen Tag etwas übel genommen, beruhigt sich aber mit der Zeit.


Ich laufe lange um einen stillgelegten Steinbruch herum, bevor es weiter bergauf in die Weinhänge geht. Es ist heute bedeckt und es weht ein leichter Wind wofür ich seeeehr dankbar bin, denn irgendwas schattenspendendes suche ich heute vergebens.


Gegen halb eins erreiche ich Nackenheim, mache dort Mittagspause und stelle fest, dass ich auch diesmal mir Blasen gelaufen hab (diese verdammten zarten Beamtenhände! Die Füße haben übrigens nix!).

Es geht weiter durch schier endlose Weinberge. Nach Nierheim erwartet mich dann auf den letzten drei Kilometern eine so öde Landschaft, dass sie auch gut in einen Mad-Max-Film hätte vorkommen können.

Im Hotel (ein ehemaliges Amtsgericht) schmeiß ich meine Rucksack nur kurz in eine Ecke und laufe zu Katharinenkirche, wo ich noch einen Stempel für meinen Pass bekomme und die schönen Buntglasfenster bewundern kann, bevor die Kirche für heute schließt.


Nachdem dem Wäsche waschen schau ich mir noch die Altstadt von Oppenheim an, esse zu Abend und packe für den Rest des Abends die Beine hoch.

