Nach dem Frühstück bezahle ich’s noch meine Übernachtung und erfahre hierbei, dass die Besitzerin in Mannheim aufgewachsen ist, lange Zeit mit ihrer Famile in Bad Oldesloe gewohnt hat und nun seit fünf Jahren nun in Friedrichshall wohnt. Gott sei Dank hatte ich schon einen Kaffee sonst wären mir das definitiv zu viele Informationen am frühen Morgen gewesen.

Der Regen hat aufgehört als ich starte und ich lauf vorbei an Feldern, an denen Bohnen, Kohl und Gerste auf die Ernte warten. Die gestern im Supermarkt gekaufte Stützbandage für das Knie scheint zu funktionieren, denn das Knie bleibt den ganzen Tag ruhig.

Gegen Mittag erreiche ich die Stadt Neudenau, die einen zwar kleinen aber schönen Altstadtkern hat. Und passend zu Mittagspause kommt doch tatsächlich die Sonne raus.



Der Weg führt weiter an dem Fluss Jagst entlang und heute fühlt sich das Wandern endlich wieder leicht an (schon beachtlich, was schmerzfreies gehen und Sonnenschein bewirken können).




Nach einer zweiten Pause sind die letzten Kilometer schnell abgewandert und ich erreiche gegen halb vier meine Unterkunft im sehr schönen Mockmühl. Leider hat die Touristeninformation schon zu und auch in der Kirche finde ich keinen Stempel. Naja, gibt schlimmeres.


Nachdem für morgen alles organisiert ist, zieh ich noch mal los, um mir die Stadt anzuschauen.


Tapfer kraxle ich noch den Berg zur Burg hoch, nur um festzustellen, dass diese in Privatbesitz ist und ich nicht weiter als bis zum Tor komme. Etwas betrübt geht es zurück zur Unterkunft.

Als mich wenig später die Dame für die Herberge Wegenetz Rechnung per WhatsApp kontaktiert (die Herberge funktioniert ohne Personal), frage ich nach, ob sie noch eine Möglichkeit weiß einen Stempel zu bekommen. Eine halbe Stunde später kommt der Chef vorbei mit Stempel und einer kleinen Flasche Rotwein als Geschenk… manchmal muss man nur lieb fragen. Prost!

