Ich breche heute bereits um sieben Uhr auf, ich hab eine längere Strecke heute vor mir. Sonne und Regen streiten den ganzen Vormittag über die Herrschaft des Tages und ich kämpfe damit den Weg zu finden und nicht irgendwelche Schilder fehlzuinterpretieren.


Heute gibt es zumindest einen Mix auf Feldwegen und Waldabschnitten, das hebt schon etwas die Stimmung.


Gegen Mittag erreiche ich Berlichingen, bin ein wenig enttäuscht, dass bis auf das Schild am Ortseingang wenig sich auf den berühmten Götz bezieht und mache Rast.

Die Sonne hat den Kampf für sich entschieden und ich starte mit frischer Energie zur zweiten Runde. Fast wäre ich dabei am Kloster Schöntal wo mir eine beeindruckend schöne Kirche sowie ein Stempel entgangen wären.


Der Weg geht nach dem Kloster lange gerade aus und so kann ich den Kopf schön abschalten und laufe im zügigen Tempo bis Wildeshausen, wo ich mir ein Eis gönne.



Es geht zur letzten Etappe nach Krauthein, dass ich gegen 17:00 Uhr erreiche. Der Gasthof schleudert mich zurück in die 1960er Jahre, zumindest sind das gesamte Interieur so aus, als sei es seitdem nicht erneuert worden. Beachtenswert hier ist, dass der Duschkopf Wasser in wirklich jeder Richtung spritzt, nur nicht dahin wo er soll, so dass sogar ich zarte Elfe von Wasserstrahl zu Wasserstrahl springen muss.


Nach einem etwas mäßigen Abendessen (passend zum Gasthof) zieh ich mich aufs Zimmer zurück und verbringe den Abend mit Postkarten schreiben.