Es fehlt ja noch ein Stück bis nach Nürnberg. Und so steig ich um sieben Uhr in die S-Bahn und fahr zurück nach Stein, treffe auf einer Bank einen anderen, aber recht schweigsamen Pilger und überquere erst die Regnitz und dann die Pegnitz bevor ich in Nürnberg eintrudel.


In der Jakobuskirche komme ich mit einem netten älteren Herren ins Gespräch, der mir meinen Stempel gibt und zudem noch ein paar nützliche Internetlinks für Unterkünfte auf meinen weiteren Weg. Nach dem Austausch unserer Pilgererfahrungen und einer Flasche Pilgerbier im Rucksack, mache ich mich auf in die Altstadt.

Hier ersteigere ich einen frischgebackenen Lebkuchen und feiere damit mein Bergfest, sowohl strecken- als auch zeittechnisch. Nach dem Besuch der St. Lorenz-Kirche wird es Zeit sich etwas politisch zu betätigen.



Es ist heute CSD in Nürnberg und nachdem ich den Großteil der Parade an mir hab vorbeiziehen lassen, laufe ich mit bis zurück zu Altstadt, wo mein Hunger überhand nimmt und ich nach einer Einkehrmöglichkeit Ausschau halte.



Ich werde an einem Falafelstand fündig, wo ich mit einer Nürnbergerin ins Gespräch komme, die als Berufschullehrerin für die Pflege arbeitet und die mir mehrere Tipps gibt, was ich mir in Nürnberg alles anschauen könnte. Ich entscheide mich dafür mir als erstes die Burg anzuschauen und mache mich auf den Weg.

Nach diversen Ritterrüstungen, Waffen und Münzen ist meine Aufnahmekapazität erschöpft und ich trete den Weg zum Hotel an, um mich etwas auszuruhen und kaufe auf dem Rückweg noch neue Wandersocken, da die ersten bereits durchgelaufen sind.



Ich starte abends noch einen zweiten Rundgang und gönn mir heute mal ein leichtes Abendessen mit dem ich den Abend beschließe.


