11.08.2024: Tag 58 – Von Konstanz nach Topel (26,8km)

Die gestrige Anreise mit der Bahn hat gut geklappt und ich hatte nur 30 Minuten Verspätung (auf die Deutsche Bahn ist doch Verlass) als ich von Großcousin Reinhard und Sabine herzlich in Empfang genommen wurde.

Neben mir waren auch Sabines Bruder Nikolaus, einem Literaturübersetzer, mit seiner Frau, einer Musiklehrerin. In dieser spannenden Zusammensetzung ging das Abendessen eigentlich viel zu schnell vorüber, da alle viel interessantes zu erzählen haben.

Aber es galt noch das Feuerwerk des Seenachtfestes zu bestaunen und so ging es noch los zu nem Abendspaziergang auf einen Berg. (Nach der langen Fahrt war mir die Bewegung nur recht.)

Heute war dann um 5:30 Uhr Frühstück angesagt, Reinhard hat mir dankenswerterweise noch ein paar Brote geschmiert und dann ging es nach einem kurzen, aber herzlichen Abschied auch los.

Die Altstadt von Konstanz und ich setze sehr unspektakulär in die Schweiz über, da die Stadt Kreuzlingen direkt an Konstanz angrenzt.

Es geht leicht bergauf und ich bin von den Schweizern sehr angetan, die bei einer Wegsperrung auch eine Umleitung des Wanderweges gut ausschildern.

Der Weg führt an mehreren kleinen Orten und Höfen vorbei, die oft noch schöne Fachwerkhäuser mit den dazugehörigen Blumengarten haben. Und immer wieder komme ich an kleinen Kuhställen vorbei, es muss also nicht immer Massentierhaltung sein.

In einen Waldstück mache ich am Chemebach Rast. Kurz vor meinem Aufbrucjh holt mich hier die Carmen aus Stuttgart, die in den nächsten Tagen nach Einsiedeln wandern will. Da ich aber noch einiges vor habe, breche ich bald auf.

Es wird zunehmend heißer und der Weg führt oft über Feldwege und so bin ich sehr froh, dass ich in Amlikon einen offenen Supermarkt finde, wo ich mich mit Obst und Wasser eindecken kann.

Das Wasser ist fast alle, als ich um kurz vor 14:00 Uhr den Hof in Tobel erreiche, wo ich heute übernachten werde. Schnell dusche ich, wasche die Wäsche und gönn mir dann ein wohlverdientes Nickerchen.

Ich schaue mir noch ein wenig Tobel an, aber bis auf eine Komturei (Ordenshaus eines Rotterordens) und einer Kirche gibt es nicht so viel zu entdecken (und heiß ist es auch noch). Und so lasse ich den Abend mit entspannen ausklingen.

Kommentar verfassen