Ich hab heute wieder sehr viel vor und starte im Morgengrauen. Nach dem starken Regen in der Nacht ist der Schotterweg teilweise etwas weggespült, was die 1.000m Abstieg nicht unbedingt leichter macht.

Es geht aber alles gut und ab Schwyz wird der Weg bis Brunnen auch leichter und ich kann das Bergpanorama genießen.


Ich treffe um 10 Uhr in Brunnen ein und erwische auch prompt die Fähre, die mich ratzfatz über den wunderschönen Vierwaldstätter See nach Treibt bringt.



Es geht schweißtreibend über Wiesen bergauf und das schiefe gehen gefällt den blasengeplagten Füßen so gar nicht. Nach einer Stunde geht es dann in den Wald, klingt gut, aber jetzt beginnt mein Alptraum. Der Weg gleicht mehr einer Kletterpartie, worüber ich mich grundsätzlich ja sehr freue, aber nicht mit 17kg Gepäck auf dem Rücken und nachdem ich schon ziemlich k.o. bin.

Und was folgt irgendwann, wenn man oben angekommen ist? Richtig, der Abstieg und es geht wieder die 500m auf ähnlichen Weg bergab. Immerhin werde ich mit dem Anblick eines Wasserfalls belohnt. Ich hab aber trotzdem drei Kreuze gemacht, dass ich heil geblieben bin.


Es folgt jetzt noch ein längerer Weg am Vierwaldstätter See entlang, erst nach Bodenried, dann nach Buochs, wo mein Gasthof ist.

Wieder total abgekämpft kann ich mein kleines Zimmer beziehen, wasche schnell die Wäsche von gestern und heute und dann ist Pause angesagt. Die nächsten beiden Etappen werde ich einkürzen, das heute eher was von Wettkampf als Urlaub. (Dann bin ich eben nicht den GANZEN Weg nach Rom zu Fuß gelaufen.)


Das Abendessen essen nehm ich beim nah gelegenen Vietnamesen, bevor ich zum Gasthof zurückhinke, um mich meiner Abendroutine zu widmen.