04.09.2024: Tag 81 – Von Santhià nach Vercelli (26,1km)

Nachdem ich den gestrigen Tag ausgesetzt habe, um mich zu erholen und den Zug nach Santhià genommen habe, ging es heute von dort aus weiter. Nach Ende des Regens breche ich auf, merke aber, dass mein Körper noch nicht richtig wieder fit ist, denn das Anschnallen des Beckengurts führt alsbald zu Übelkeit.

Es geht heute den ganzen Tag nur durch Reisfelder und an einer Brücke halte ich an, damit der Magen sich wieder etwas beruhigt, wo mich der Pilger Michael, gebürtig aus Berlin, aber seit Jahrzehnten in der Schweiz lebend einholt.

Wir machen in dem Ort San Germano Vercellese Pause, trinken etwas und danach geht es gemeinsam weiter. Der Bauch hat sich zunehmend wieder beruhigt.

Auf dem Weg nach Vercelli erzählt der rüstige 78-jährige von seiner Zeit als Flugzeugmechaniker und Pilot in der Landwirtschaft, wo er im Sudan, Pakistan und vielen anderen Stationen gearbeitet hat und lenkt mich so weiter von meinem Bauch ab.

Wir begegnen neben hunderten von Fröschen auch zwei Schlangen und mehreren Ibissen. Die Strecke zieht sich etwas bei der Eintönigkeit der Landschaft und dann führen uns meine GPS-Daten etwas in die Irre.

Wir finden letzten Endes doch noch den Weg nach Vercelli und gegen halb fünf wünschen wir uns gegenseitig einen guten Weg und ziehen jeweils in Richtung unserer Unterkunft.

Bei meinem B&B werde ich vom freundlichen Sergio im Empfang genommen, der mir gleich anbietet Waschmaschine und Trockner zu nutzen. Das Angebot nehme ich sehr gern an, bevor ich mich aufmache neue Socken zu kaufen, da auch die neuen Socken, die Christian mir mitgebracht hat, große Löcher aufweisen.

Ich schlendere im Anschluss noch durch die Altstadt, die mehrere große Kathedralen aufweist, die aber alle schon geschlossen sind und so genehmige ich mir noch ein Abendessen in einer Pizzeria, bevor ich den Heimweg antrete.

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