03.09.2021: Tag 21 – Von Wesseling nach Bad Godesberg (30,2km)

Beim Frühstück insistiert die resolute Wirtin, dass ich mir Brötchen für den Weg schmieren und ordentlich essen soll, damit ich Kraft für den Weg habe. Ich wage nicht zu widersprechen. Ich bin etwas baff, als sie mir erzählt, dass sie schon 82 Jahre alt ist (sie sieht aus wie Anfang 60) und mit ihren Mann schon das Hotel seit über 50 Jahren führt.

Gestärkt geht es bis nach Bonn am Rhein entlang, auf dem sich wieder der Morgennebel recht lang hält.

Auf halber Strecke versperrt mir eine Ziege den Weg und so komme ich mit der Besitzerin ins Gespräch, die wenige Meter weiter Hühner füttert und mehr zu meiner Reise wissen will.

Ich hab heute gefühlt Siebenmeilenstiefel an und so bin ich schon um halb elf in Bonn, der Geburtsstadt von Ludwig van Beethoven.

Der Dom ist zwar wegen Rennovierung geschlossen, aber ich hab wieder Glück und treffe im Kreuzgang einen Kirchenmitarbeiter, der mir einen Stempel gibt.

Nach einer kurzen Sightseeing-Runde gönne ich mir noch einen Eisbecher, bevor ich die zweite Hälfte des Weges antrete.

Es geht noch mal bergauf auf den Venusberg durch einen Mischwald und nach acht Kilometern dann wieder bergab nach Bad Godesberg.

In Bad Godesberg, wo im Gegensatz zu Wesseling das Leben pulsiert, kaufe ich für morgen ein und stehe vor dem Problem, dass für die nächste Etappe keine Unterkunft zur Verfügung steht. Ich treffe morgen auf das Ahrtal und ich muss schauen, wie es weitergeht. Ich habe alternativ schon im nächsten Ort mit Bahnanschluss ein Zimmer gebucht und hoffe auf das Beste.

Erkenntnis des Tages: es bewahrheitet sich immer wieder, wer rastet, der rostet.

1 Kommentar

  1. Avatar von Florian Florian sagt:

    Schön! Der Abschnitt scheint toll gewesen zu sein 🙂

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