08.09.2021: Tag 26 – Von St. Goar nach Bacharach (24,2km)

Ich wache mit Halsschmerzen auf, muss mich gestern wohl verkühlt haben. Nützt ja nix, also los. Der Aufstieg ist wieder steil, aber der Sonnenaufgang über den Rhein entschädigt die Strapazen.

Der Weg führt An der Lorelei vorbei und bietet wieder mehrere schöne Ausblicke in das Tal.

Die Strecke ist heute wesentlich einfacher ne führt über freies Gelände, was zu den letzten Tagen eine willkommene Abwechslung ist.

Bevor der Abstieg nach Oberwesel beginnt komme ich noch durch einen Skulpturenpark, wo mir Trolle aus Schrott entgegenstarren.

In Oberwesel gönne ich mir eine zweite Frühstückspause, hol mir einen Stempel und dann beginnt der Aufstieg zur Schloss Schönburg.

Da ich im Ort keinen Supermarkt finden konnte, versuche ich im Hotel im Schloss Wasser zu kaufen. Die Empfangsdame schenkt mir kurzerhand eine Flasche und ich kann beruhigt weiter. Das schöne am Pilgern ist, dass man das Vertrauen in die Menschheit wiederkriegt.

Im stetigen auf und ab geht es weiter, wobei ich das Waldstück schnell hinter mir lasse und durch die Weinstöcke weiter wandere.

Gegen halb drei erreiche ich dann den Aussichtspunkt nach Bacharach, dem heutigen Ziel und ich bin froh, dass der Abstieg durch Treppen erfolgt.

Frisch geduscht gehe ich auf die erfolgreiche Jagd nach einem Stempel für meinen Pass, ersteigere zwei Flaschen Apfelschorle und falle überraschenderweise total erschöpft aufs Bett, als ich zurück in der Pension bin.

Es erweist sich wieder als etwas schwierig im Ort ein Abendessen in einem Restaurant zu bekommen, werde dann aber doch noch in einem Café fündig und lasse dann den Abend bei einer Weinschorle ausklingen.

Erkenntnis des Tages: Früher Hunger erleichtert die Abendessenjagd.

1 Kommentar

  1. Avatar von Florian Florian sagt:

    Und das Drama um die Halsschmerzen ?

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