13.04.20.26: Tag 87 – Von Belgioioso nach Orio Litta (28,3km)

Wir verlassen gegen halb neun Belgioioso bei leichtem Nieselregen. Der Weg führt erstmal wieder entlang der Landstraße und wir stellen fest, dass die Fahrradwegplanung der Italiener durchaus mit der der Deutschen mithalten kann.

Es geht an einer Kiesgrube vorbei und langsam lässt der Regen nach, was dann doch die Stimmung hebt.

In Santa Christina machen wir eine kurze Pause für eine Cola und uns schnell die dortige Kirche anzusehen, bevor es dann weiter geht.

Direkt hinter dem Ort führt der Weg uns durch hohes Gras, was uns neben einem neuen Look unserer Schuhe auch gleich noch nasse Socken beschert. So ist es dann jetzt.

Im Ort Chignolo Po kommen wir gegen 14 Uhr an. Hier legt Jan sich fast auf die Nase, als er eine Kette übersteigen will, um die dortige Burg zu fotografieren. Um den Schreck zu verdauen, gönnen wir uns in einer etwas trotslos wirkenden Bar ein Panini, bevor wir die letzte Etappe für heute antreten.

Das Glück ist uns so mäßig hold und den Rest des Weges werden wir von Regen begleitet, der erst aufhört, als wir unser Ziel Orio Litta erreichen. Kurz vor vier sind wir bei der Herberge angekommen, wo die Herbergsmutter Graziella uns alles zeigt und wir dann endlich eine warme Dusche bekommen. Das Highlight ist, dass wir zu den Duschen mit einem Fahrstuhl in den Keller fahren. Hier treffen wir auch unsere ersten anderen Pilgern, einen Italiener und einen Franzosen.

Da die Herberge über eine Küche verfügt, kaufen wir beim nächsten Supermarkt ein und machen uns Nudeln mit Pesto und Salat. Selten hat ein so einfaches Essen so glücklich gemacht.

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