Es ist acht Uhr als wir die Brücke erreichen, die Ramiola und Fornovo di Taro verbindet und auf der es ziemlich windig und kalt ist.

Wir haben Fornovo di Taro noch nicht verlassen, da beginnt auch schon der erste Anstieg, der uns ins Schwitzen bringt. Oben angekommen schauen wir noch einmal auf die Stadt und dann geht es auch wieder bergab und an der Landstraße wieder entlang.



Es ist heute wieder sehr warm und langsam geht der Weg stetig bergauf. Wir müssen heute deswegen mehrere Pausen einlegen und füllen bei jeder Gelegenheit unsere Wasserflaschen wieder auf.

Gegen Mittag erreichen wir Bardone und sind total platt. Zu allem Übel kann ich mein Versprechen ein Bier auszugeben nicht einhalten, da es in dem Ort keine Bar gibt. Nach einer längeren Pause starten wir dann den zweiten Aufstieg für heute.


Als wir einen Wald erreichen glauben wir, dass es einfacher wird, aber weit gefehlt. Auch hier ist wenig Schatten und dazu wird der Weg steiler und steiniger.

Fix und fertig erreichen wir dann gegen halb drei endlich das Ende unseres Aufstiegs. Hier haben wir die Wahl zwischen einmal ins Tal und dann den Berg wieder rauf und der Variante an der Straße entlang nach Cassio zu laufen. Wir entscheiden uns für letzteres.

Von der Landstraße, die wir uns mit einer Menge Motorradfahrer teilen, haben wir einen tollen Ausblick auf die Landschaft und erreichen gegen 16 Uhr endlich Cassio.

Kurz vor der Herberge treffen wir Aurelien wieder, der aber bis auch einen kurzen Gruß weiter nicht mit uns redet. Es bleibt einfach schwierig mit Franzosen. Wir freuen uns aber endlich zu duschen und uns etwas auf dem durchgelegenen Bett ausruhen zu können.

Wir überbrücken die Zeit, bis das einzige Restaurant des Dorfs öffnet in der einzigen Bar des Dorfes mit einem Bier, als sich Diane an den Nachbartisch zu uns setzen will. Wir setzen unser Gespräch von gestern nahtlos fort und beschließen zusammen zu Abend zu essen. Müde und zufrieden humpeln wir dann zurück zur Herberge.
