
Wir starten wieder früh, denn wir haben viel vor. Der Weg führt Anfangs von Ortschaft zu Ortschaft und die Kilometer fliegen so dahin. Ich habe Anfangs schlechte Laune, da ich wieder nicht geschlafen habe und das Brot zum Frühstück aus Pappe bestanden hat.

Im Ort Filattiera kommen wir aber an einer sehr unscheinbaren Bäckerei vorbei und ersteigern für zwei Euro zwei Stück Pizza. Die Welt ist gerettet, oder zumindest meine Laune.

Gestärkt machen wir uns an den ersten Anstieg des Tages. Nach einer langen Treppe geht es wieder durch ein schönes Waldstück nach oben.


Das Wetter ist am Vormittag bedeckt und so kommen wir nicht ganz soooo ins Schwitzen. Auch die Furten des heutigen Tages nehmen wir mit Leichtigkeit.



Gegen 11 Uhr erreichen wir den Ort Filetto. Das spannende hier ist, dass die Altstadt wie ein großes, in sich geschlossenes, Quadrat aussieht. Leider haben hier alle Lokale noch geschlossen, so dass wir ohne Kaffee weiterziehen.

Nachdem wir den Fluss Torrente Bagnone überquert haben, kommen wir durch Virgoletto, wo wir an einer Quelle noch mal die Trinkflaschen füllen und dann beginnt der nächste schweißtreibende Aufstieg durch den Wald.



Es ist 14 Uhr, als wir Mittagspause machen und wir auf einmal Donnergrollen hören. Schnell machen wir uns fertig, denn den Abstieg wollen wir so weit wie möglich machen, solange der steinige Weg noch trocken ist.

Der Weg führt uns unter anderem an einen kleinen Wasserfall nebst verwunschener Brücke vorbei. Nach dem ständigen auf und ab, erreichen wir ziemlich fertig die Stadt Aulla. Jetzt sind es noch drei Kilometer durch diese wirklich nicht schöne Stadt bis zur Herberge.


Die Herberge ist diesmal, wie ich sie aus Spanien kenne. Erst mal registieren, bezahlen und dann zu den Schlafräumen. Schnell sind wir geduscht und haben das Nötigste gewaschen und können uns etwas ausruhen.


Wir planen noch schnell den morgigen Tag und versorgen uns beim hiesigen Supermarkt mit allem fürs Abendessen. Und dann wird es auch schon bald wieder Zeit fürs Bett.
