Eigentlich sollte es heute eine kurze Tour werden, da Christians Schienbein doch nicht ganz so fit ist, wie erhofft. Und so fahren wir ein kleines Stück mit dem Bus und sind gegen halb zehn in Colle di Val d‘Elsa.


Im nu haben wir sie Stadt hinter uns gelassen und wandern auf einem Pfad neben dem Fluss Elsa entlang. Hier kommen wir aber nicht wirklich schnell voran, was jetzt nicht am Schwierigkeitsgrad des Weges liegt, sondern an der Tatsache, das dieser Fluss so malerisch schön ist und wir (also ich) ständig Fotos machen.






Nach mehreren Flussüberquerungen trennen wir uns dann aber doch von der Elsa und der Weg geht über Feld- und Schotterwege weiter.



Es ist nach eins, als wir Monteriggioni in der Ferne sehen, unser vermeintliches Ziel. Wir laufen noch drei Kilometer weiter und ich schaue zum ersten Mal, wo genau unsere Herberge in Monteriggioni liegt. So dachte ich jedenfalls. Tatsächlich liegt die gebuchte Herberge in Abbadia Isola, einen Ort, den wir bereits durchquert haben…

Mit berechtigten Unmut von Christian, dem sein Schienbein wieder richtig zu schaffen macht, wandern wir zurück, da wir weder einen Bus finden noch 50€ für ein Taxi für die kurze Strecke zahlen wollen.

Erschöpft, und ich zusätzlich mit schlechtem Gewissen, kommen wir im der Herberge an, die in einem ehemaligen Kloster liegt und müssen hier zum Glück das Zimmer auch mit niemanden teilen.

Heute wird uns aber in der Herberge erstmalig ein Pilgermenü angeboten, das wir dankbar annehmen und welches dann einen guten Ausklang des Tages bildet.


