07.09.2024: Tag 84 – Von Motara nach Tromello (20,4km)

Letzter Tag. Ich mache mich gegen 7 Uhr auf dem Weg und sehe die Sonne am diesigen Himmel aufgehen. Kurz hinter Motara empfängt mich wieder ein Flusskrebs mit offenen Armen…. okay, er ist eher im Angriffsmodus und ich ziehe weiter.

Es ist heute mal ein angenehmer Sandpfad, wofür ich bei den mittlerweile durchgelatschten Schuhe dankbar bin und mit fortschreiten des Tages klart es auch immer mehr auf.

Pünktlich mit dem Glockenschlag erreiche ich um 12 Uhr die Kirche im Tromello und beende damit meine diesjährige Pilgerreise. In einer Bar bekomme ich neben meinen letzten Stempel auch noch eine kleine Pilgerbescheinigung. So ausgestattet setze ich mich in den Zug nach Mailand.

Im Hotel angekommen dusche ich und ruhe mich kurz aus, bevor ich mir noch ein wenig die Stadt anschaue.

Der Mailänder Dom bleibt mir auch dieses Mal verwehrt, da alle Tickets für heute ausverkauft sind und so schlendere ich noch weiter durch die Stadt zum Castello bevor ich den Heimweg antrete und mir was zum Abendessen suche.

06.09.2024: Tag 83 – Von Robbio nach Motara (16,0km)

Vorletzter Tag und ich fahre morgens mit den Bus zurück nach Robbio, schaue mir die dortige Kirche noch an, die gestern verschlossen war, erhalte dank eines engagierten Italieners einen Stempel von der Polizei für meinem Pilgerpass und dann geht es auch schon los.

Heute liegt nur eine kurze Strecke vor mir. Es ist zwar diesig, aber trocken und zu Halbzeit mache ich eine Pause in Nicorvo, wo die Barbesitzerin ein Foto für Ihren Facebookaccount macht (sie sammelt Pilger).

Mitten auf der Straße seh ich einen Flusskrebs, was auch immer der da macht. es geht weiter über Wiesen, entlang an, richtig erraten, Reisfeldern.

Pünktlich um 12 Uhr bin ich zurück in Motara, dusche, wasche ein letztes Mal meine Wäsche und gönne mir eine längere Auszeit. Gegen Nachmittag breche ich dann auf die Stadt zu erkunden, aber so groß ist die nicht und nach ner Stunde bin ich schon wieder zurück.

Das Abendessen nehm ich im Restaurant um die Ecke ein und dann heißt es sich auf den letzten Wandertag vorbereiten.

05.09.2024: Tag 82 – Von Vercelli nach Robbio (18,9km)

Der Wetterbericht sagt heute durchgehend Regen an. Ich erwische zumindest ein Zeitfenster, um mein Frühstück in einer Bar einzunehmen und mich danach auf dem Weg zu machen.

Und auch heute geht es wieder durch Reisfelder und ich fürchte, das wird bis zum Ende der diesjährigen Reise so bleiben. Kurze Zeit später regnet es dann doch, wobei es Gott sei Dank moderat bleibt.

Trotzdem komme ich nass und etwas durchgefroren in Palestro an, wo ich mich in einer Bar etwas aufwärme und mir einen Kaffee gönne, bevor ich die zweite Hälfte für heute antrete.

Und die ist echt ärgerlich, denn ich muss einen langen Abschnitt entlang an einem Reisfeld laufen, der komplett zugewachsen und überhaupt nicht gepflegt ist. Das hat zur Folge, dass am Ende des Abschnitts meine Schuhe ein neues Muster haben und meine Socken endgültig patschnass sind.

Aber man muss es so hinnehmen, wie es ist und ich erreiche gegen 13 Uhr schon Robbio und finde, wie schon bei der gestrigen Recherche bereits befürchtet, keine Unterkunft. Und so buche ich in Motara, meinem Ziel für Morgen eine Unterkunft für zwei Nächte und fahre mit dem Bus nach Motara (und morgen dann wieder zurück).

Endlich im Zimmer angekommen kann ich endlich warm duschen, die Füße trocken legen und verarzten und dann mache ich, bis auf den Einkauf von Abendbrot und Frühstück für morgen das, was andere Menschen in ihrem Urlaub machen: ich lieg faul auf dem Bett und lasse die Seele baumeln. Hat auch was.

04.09.2024: Tag 81 – Von Santhià nach Vercelli (26,1km)

Nachdem ich den gestrigen Tag ausgesetzt habe, um mich zu erholen und den Zug nach Santhià genommen habe, ging es heute von dort aus weiter. Nach Ende des Regens breche ich auf, merke aber, dass mein Körper noch nicht richtig wieder fit ist, denn das Anschnallen des Beckengurts führt alsbald zu Übelkeit.

Es geht heute den ganzen Tag nur durch Reisfelder und an einer Brücke halte ich an, damit der Magen sich wieder etwas beruhigt, wo mich der Pilger Michael, gebürtig aus Berlin, aber seit Jahrzehnten in der Schweiz lebend einholt.

Wir machen in dem Ort San Germano Vercellese Pause, trinken etwas und danach geht es gemeinsam weiter. Der Bauch hat sich zunehmend wieder beruhigt.

Auf dem Weg nach Vercelli erzählt der rüstige 78-jährige von seiner Zeit als Flugzeugmechaniker und Pilot in der Landwirtschaft, wo er im Sudan, Pakistan und vielen anderen Stationen gearbeitet hat und lenkt mich so weiter von meinem Bauch ab.

Wir begegnen neben hunderten von Fröschen auch zwei Schlangen und mehreren Ibissen. Die Strecke zieht sich etwas bei der Eintönigkeit der Landschaft und dann führen uns meine GPS-Daten etwas in die Irre.

Wir finden letzten Endes doch noch den Weg nach Vercelli und gegen halb fünf wünschen wir uns gegenseitig einen guten Weg und ziehen jeweils in Richtung unserer Unterkunft.

Bei meinem B&B werde ich vom freundlichen Sergio im Empfang genommen, der mir gleich anbietet Waschmaschine und Trockner zu nutzen. Das Angebot nehme ich sehr gern an, bevor ich mich aufmache neue Socken zu kaufen, da auch die neuen Socken, die Christian mir mitgebracht hat, große Löcher aufweisen.

Ich schlendere im Anschluss noch durch die Altstadt, die mehrere große Kathedralen aufweist, die aber alle schon geschlossen sind und so genehmige ich mir noch ein Abendessen in einer Pizzeria, bevor ich den Heimweg antrete.

02.09.2024: Tag 80 – Von Hône nach Ivrea (15,6km)

Heute ist kein guter Tag. Übermüdet wache ich auf und packe meine Sachen, um Hône zu verlassen. Das Frühstüxk muss ich nachholen, da mein Brot verschimmelt ist. Es kurz durch Bard, als sich am Himmel langsam ein Gewitter anbahnt.

Und das Unterwetter kommt natürlich kurz bevor ich Pont-Saint-Martin erreiche, wo ich in einer Baar zwei Croissant ersteigere. Ich war in der Nacht schon wegen Sodbrennen einmal aufgewacht und diese Croissants geben mir den Rest, denn mein Magen fängt ziemlich an zu rumoren.

Ich schaffe es noch bis Carema und dort auf eine Kundentoilette eines Supermarkts, wo mein Körper sich entscheidet mit der Entleerung meines Verdauungstraktes zu beginnen. Nach dem Komsum eines Kamillentees scheint das Schlimmste vorbei zu sein und so setze ich meinen Weg fort.

Es folgt ein sehr quälender Weg bis nach Settimo Vittone, wo ich dem Druck meines Körpers nachgehe und die letzten 12 km nach Ivrea mit dem Bus fahre.

Ich habe großes Glück, dass ich noch das Hotelzimmer erreiche, bis mein Körper mir sehr eindrucksvoll zeigt, wozu er fähig ist. Ich bin fix und fertig und jede größere Anstrengung führt zu einem Besuch auf der Toilette. Erst am Abend kehrt Ruhe ein. Noch sehe ich nicht, dass ich morgen zu Fuß nach Santhia wandere, aber warten wir morgen mal ab.

02.09.2024: Tag 80 – Von Hône nach Ivrea (15,6km)

Heute ist kein guter Tag. Übermüdet wache ich auf und packe meine Sachen, um Hône zu verlassen. Das Frühstüxk muss ich nachholen, da mein Brot verschimmelt ist. Es kurz durch Bard, als sich am Himmel langsam ein Gewitter anbahnt.

Und das Unterwetter kommt natürlich kurz bevor ich Pont-Saint-Martin erreiche, wo ich in einer Baar zwei Croissant ersteigere. Ich war in der Nacht schon wegen Sodbrennen einmal aufgewacht und diese Croissants geben mir den Rest, denn mein Magen fängt ziemlich an zu rumoren.

Ich schaffe es noch bis Carema und dort auf eine Kundentoilette eines Supermarkts, wo mein Körper sich entscheidet mit der Entleerung meines Verdauungstraktes zu beginnen. Nach dem Komsum eines Kamillentees scheint das Schlimmste vorbei zu sein und so setze ich meinen Weg fort.

Es folgt ein sehr quälender Weg bis nach Settimo Vittone, wo ich dem Druck meines Körpers nachgehe und die letzten 12 km nach Ivrea mit dem Bus fahre.

Ich habe großes Glück, dass ich noch das Hotelzimmer erreiche, bis mein Körper mir sehr eindrucksvoll zeigt, wozu er fähig ist. Ich bin fix und fertig und jede größere Anstrengung führt zu einem Besuch auf der Toilette. Erst am Abend kehrt Ruhe ein. Noch sehe ich nicht, dass ich morgen zu Fuß nach Santhia wandere, aber warten wir morgen mal ab.

02.09.2024: Tag 80 – Von Hône nach Ivrea (15,6km)

Heute ist kein guter Tag. Übermüdet wache ich auf und packe meine Sachen, um Hône zu verlassen. Das Frühstüxk muss ich nachholen, da mein Brot verschimmelt ist. Es kurz durch Bard, als sich am Himmel langsam ein Gewitter anbahnt.

Und das Unterwetter kommt natürlich kurz bevor ich Pont-Saint-Martin erreiche, wo ich in einer Baar zwei Croissant ersteigere. Ich war in der Nacht schon wegen Sodbrennen einmal aufgewacht und diese Croissants geben mir den Rest, denn mein Magen fängt ziemlich an zu rumoren.

Ich schaffe es noch bis Carema und dort auf eine Kundentoilette eines Supermarkts, wo mein Körper sich entscheidet mit der Entleerung meines Verdauungstraktes zu beginnen. Nach dem Komsum eines Kamillentees scheint das Schlimmste vorbei zu sein und so setze ich meinen Weg fort.

Es folgt ein sehr quälender Weg bis nach Settimo Vittone, wo ich dem Druck meines Körpers nachgehe und die letzten 12 km nach Ivrea mit dem Bus fahre.

Ich habe großes Glück, dass ich noch das Hotelzimmer erreiche, bis mein Körper mir sehr eindrucksvoll zeigt, wozu er fähig ist. Ich bin fix und fertig und jede größere Anstrengung führt zu einem Besuch auf der Toilette. Erst am Abend kehrt Ruhe ein. Noch sehe ich nicht, dass ich morgen zu Fuß nach Santhia wandere, aber warten wir morgen mal ab.

01.09.2024: Tag 79 – Von Châtillon nach Hône (30,7km)

Nachdem ich mir beim Frühstücksbüffet den Bauch vollgeschlagen habe, schaue ich mir schnell noch die Kirche von innen an und dann verlasse ich Châtillon. Der Aufstieg ist aufgrund des vollen Bauchs etwas anstrengender als sonst (es ist ja nicht so, dass ich das nicht vorher gewusst hätte)

Danach geht es aber längere Zeit am Hang entlang auf schmalen Wegen voran. Ich hab mich gut eingelaufen und mache nach drei Stunden die erste Rast in Montjovet.

Danach startet ein längerer beschwerlicher Aufstieg, aber ich finde endlich, nach drei Wochen, das richtige Tempo und die richtige Atmung, um gleichmäßig bergauf zu wandern, ohne alle paar Meter eine Atempause einzulegen.

Ich passiere das schöne und verwinkelte Dorf Reclou, und muss dann noch ein ganze Stück bergauf… das Hemd ist mal wieder klatschnass. Endlich unten in Torille angekommen, bin ich ziemlich platt, hab aber noch 13 Kilometer vor mir. Mit gefüllten Wasserflaschen geht es dann weiter, nützt ja Nix.

Ich komme durch Verrès, wo gerade Flohmarkt ist und laufe ein Stück am Fluss Dora Baltea entlang. Dann geht es lange parallel zu Autobahn entlang und die Strecke zieht sich immer mehr in die Länge.

Gegen 17 Uhr erreiche ich dann schließlich entnervt und kaputt Hône, bestaune kurz die Burg von Bard und gehe zu meiner Unterkunft, wo eine heilsame Dusche auf mich wartet.

In einem kleinen Restaurant (dem einzigen im Ort) kriege ich noch ein schönes Abendessen und dann heißt es nur noch Füße hoch.

31.08.2024: Tag 78 – Von Aosta nach Châtillon (30,2km)

Nachdem ich aufgrund der Hitze kaum ein Auge zugemacht hab, funktioniert morgens auch der Schlüsselkasten für die Rückgabe nicht. Ich lass den Schlüssel im Zimmer zurück, schreib den Betreibern eine Nachricht und verlasse genervt Aosta.

Ich komme an kleinen Weinbergen vorbei und genieße die Morgensonne, die noch nicht ihre volle Kraft entfaltet hat.

Ich bin heute wieder gut im Fluss und laufe die ersten 15 Kilometer bis Nus ohne Pause durch. Nachdem ich dort ein kleines Nickerchen gemacht hab, bin ich auch nicht mehr so müde und es kann weiter gehen.

Nicht weit hinter Nus begegne ich den Australiern Tammy und Sterling, die mich gleich in ein Gespräch verwickeln. Tammy ist auch schon einen Camino gelaufen und ist die Via Francigena in Canterbury gestartet, dieses Mal begleitet sie Sterling. Die beiden haben den riesigen Rucksack ihres Sohnes, der damit den Moint Everest bestiegen hat, dabei. Aufgrund der Größe haben die beiden sich dann aber bald eine Sackkarre gekauft und ziehen den Rucksack nun hinter sich her. Ich verabrede mich mit den beiden zum Abendessen in Châtillon und ziehe weiter.

Gegen 13 Uhr erreiche ich Chambave, wo ich Mittagspause mache. Es wird immer heißer und ich schaue mir schnell noch die dortige Kirche an, bevor ich die letzte Etappe in Angriff nehme.

Es wird echt unangenehm heiß und der Weg führt auf einem schmalen Pfad am Hang entlang. Der leichte Wind bringt mir wenig Abkühlung und ich bin froh, als ich in Châtillon ankomme und wieder etwas Schatten bekomme.

Das Hotel liegt etwas abseits vom Weg ist aber einfach zu finden und ich freu mich sehr über die Dusche, auch wenn die heute sehr klein ist, und die Tatsache, dass das Zimmer über eine Klimaanlage verfügt.

Ich hab noch ein wenig Zeit mir Châtillon anzuschauen, bevor ich mich mit Tammy und Sterling in einem netten Restaurant treffe. Das Essen wird vollkommen zu Nebensache als es um unsere Reiseerfahrungen, meinen Schüleraustausch in Australien, Tammys Teilnahme an einer Segelregatta, Sterlings Cricketvorliebe, unser aller Familie und Beruf, ESC, die Wiedervereinigung Deutschlands, Politik in Australien, Erfahrungen in den Niederlanden und noch vieles anderes geht. Der Abend ist viel zu schnell vorbei und leider werde ich auch die beiden ab morgen nicht wieder treffen, da sie eine kürzere Strecke laufen als ich. Aber es war wieder eine wunderbare Begegnung für die ich sehr dankbar bin.

30.08.2024: Tag 77 – Von Saint-Rhémy-en-Bosses nach Aosta (27,8km)

Beim Frühstück trifft mich, die Erkenntnis, dass die Italiener Kuchen und Kekse durchaus als Frühstück akzeptieren. Mit einem leichten Zuckerflash stapfe ich erst man wieder die 5km den Berg runter, bis ich wieder auf der Via Francigena bin und es weiter bergab geht (also mit dem Weg).

In Saint-Rhémy-en-Bosses bekomme ich sogar noch einen Stempel für gestern und schreite einen Pfad durch Wald und Wiese entlang bis Étroubles.

Hier kann ich bei einem Campingsupermarkt das Nötigste einkaufen. Von hier aus geht es lange Zeit an einem Bach/Kanal durch Wald im seichten Auf und Ab weiter. Die Strecke ist zum wandern richtig angenehm, und ich komme sehr schnell voran.

Ab dem Ort Gignod ist aber Schluss und es geht durch die pralle Sonne weiter. Wiederholt komme ich an auffallend „dekorierten“ Autos vorbei, deren Sinn sich mir aber nicht erschließt.

Gegen kurz vor Vier erreiche ich dann auch Aosta ohne Probleme und finde auch schnell meine Unterkunft, eine Treppenhaus, von denen die einzelnen Zimmer ausgehen. Von dem Fenster meines Zimmers kann ich dabei auf dem Aufenthaltsbereich schauen.

Nachdem ich mich frisch gemacht habe, mache ich mich auf zur Kathedrale Santa Maria Assunta und bekomme hier meinen Stempel.

Ich habe gerade die Piazza erreicht, als sehe, dass dort gleich einer dieser Touristenzugfahrten abfährt und nutze die Gunst der Stunde die Stadt im Sitzen zu erleben.

Ich habe heute keine Lust auf Restaurant und ersteigere bei einem italienischen Imbiss zwei eiförmige gefüllte Maiskroketten, wie sich später herausstellt. Kann man essen, muss man aber nicht.