Um kurz nach Sieben bin ich wieder auf dem Weg und lasse Weyhe hinter mir. Außerhalb des Orts schlängelt sich ein schmäler Pfad durch das Gelände und ist mal ne Abwechslung zu den Straßen und Feldwegen.

Das Frühstück gibt es heute in Barrien (ich bin mal gespannt wie viele dieser Ortsnamen ich am Ende der Reise noch weiß) und verlasse den Ort mit einem letzten Blick aus die alte Wassermühle.


Der Weg schlängelt sich durch einen Wald, in dem ich später zwei Hundehalterinnen treffen, die mich als Pilger identifizieren und mich nach Herkunft, Ziel und Tagespensum fragen bevor sich unsere Wege trennen.

Und wieder wechselt der Weg über zu Feldern mit Mais und Getreide. Von einen Aussichtsturm, der Mitten im Nirgendwo steht, habe ich einen tollen Ausblick.

In Dünsen komme ich an einem Hühnergehege vorbei, wo die angelaufenen Hühner (der Hahn voran) mich vorwurfsvoll anschauen, weil ich kein Futter reinschmeiße.

Der Rest des Weges bis Harpstedt ist recht unspektakulär und ich erreiche zügigen Schrittes gegen 14 Uhr mein Ziel.

Nach der wohlverdienten Dusche und dem Wäsche waschen versuche ich für morgen eine Unterkunft zu kriegen. Das erweist sich als ziemlich schwierig, das die ersten beiden Unterkünfte ausgebucht sind und mir der dritte Gasthof mitteilt, dass morgen eine große Hochzeit dort stattfindet und auch er kein Bett mehr frei hat. Zähneknirschend nehme ich das letzte Doppelzimmer in einem Hotel.

Für das Eisenbahnmuseum bin ich leider zu spät dran, also verbringe ich den restlichen Abend mit Postkartenschreiben und lesen.

Erkenntnis des Tages: Manchmal drängt einem das Leben zu mehr Komfort.
























































