29.08.2024: Tag 76 – Von Bourg-Saint-Pierre nach Saint-Rhémy-en-Bosses (24,1km)

Es geht heute mal ohne Frühstück los, da es zu spät angeboten wurde und mir auch zu teuer war. Es geht erst mal einen Pfad am Bis entlang, bis dann die erste Höhenmeter kommen und ich darüber fluche das Frühstück ausgeschlagen zu haben.

Kurz vor dem Staudamm des Lac des Toule hole ich das Frühstück nach und reduziere damit meine Proviant (der Käse ist mir innerhalb eines Tages verschimmelt) beträchtlich.

Frisch gestärkt geht es am Stausee entlang, wo ich den Amerikaner Joe aus Pittsburg treffe, der den letzten Wandertag ohne seine Frau macht, die von der gestrigen Wanderung zu erschöpft gewesen ist und den Bus genommen hat. Wir laufen ein Stück zusammen bis wir feststellen, das wir nicht das gleiche Tempo haben und ich voraus gehe.

Nach dem See, der von wunderschönen Bergpanorama umgeben ist, geht der Weg erst mal über offenes Gelände weiter bergauf und ich werde begleitet von unzähligen Grashüpfern und Schmetterlingen.

Der Weg wir steiler und steiniger und fordert echt viel ab von mir. Auch geht mein Wasser ernsthaft zu Neige und ich bin echt froh gegen halb eins Hospice du Grand Saint Bernand (wo die Rasse Bernhardiner gezüchtet wurde) ankomme, wo mich auch Joe einholt und ich die 1.000m Anstieg geschafft habe.

Hier gönne ich mir eine Portion Pommes de Terre Façon, was sich als gratinierte Bratkartoffeln entpuppt, und unterhalte mich noch nett mit Joe und seiner Frau, die hier zu uns stößt. Mit gefüllten Wasserflaschen geht es für mich weiter.

Es geht erst sehr felsig weiter und mir schwant schon Böses, aber der Weg wird zunehmend steinfreier und leichter, so dass ich gut vorankomme und ohne es zu merken Italien betrete (nach Grützi und Bonjour nun also Buongiorna).

Die Umgebung wechselt von felsig langsam zu Wiesen mit Büschen und Heidekraut und zwischendurch komme ich an Kühen und einem Esel vorbei, der mich interessiert anschaut.

Ich komme recht gut voran und die 1.000m Abstieg nach Saint-Rhemy-en-Bosses überstehe ich ohne Probleme. Dort angekommen stelle ich aber fest, dass das Hotel, das ich gebucht hab, nicht etwas außerhalb liegt, sondern noch mal 5km bergauf entfernt liegt (die Busfahrt gestern wäre damit also kompensiert).

Ich fluche innerlich über meine Reservierung, während ich den beschwerlichen Aufstieg hinter mich bringe und meine Wasservorräte das zweite Mal an diesen Tag auf null runterbringe.

Erschöpft erreiche ich um 17 Uhr das Hotel, und bin mit einer Wirtin konfrontiert, die nur italienisch kann. Zehn Minuten später und unter Einsatz des Googletranslaters sind alle Fragen geklärt und ich kann endlich duschen und Wäsche waschen.

Beim Abendessen werde ich wieder daran erinnert, dass die Italiener den Fokus auf das Abendessen legen, denn ich bekomme ein tolles Drei-Gänge-Menü (Pasta mit Pesto, Hirschgulasch und Panna Cotta), das mich vollends mit diesen anstrengenden Tag befriedet.

28.08.2024: Tag 75 – Von Martigny nach Liddes (28,0km)

Heute heißt es Abschied nehmen. Ich bring Christian noch zum Bahnhof und dann verabschieden wir uns kurz und schmerzlos (naja, sagen wir schmerzarm). Mir steht heute eine anstrengende Strecke bevor.

Es geht erst mal am Fluss Dranse entlang bis Les Valettes, bis hierhin ist die Strecke leicht und ich komme gut voran. Das Highlight bildet eines wackelige Hängebrücke mit tollen Block auf dem Fluss, danach wird es anstrengender.

Es geht in den Wald und hier gilt es dann über Felsen zu klettern und die Wegmarkierungen dienen lediglich zu Orientierung in welche Richtung ich klettern muss und natürlich geht es dabei sportlich bergauf und bergab.

Ich bin froh als ich endlich Sembrancher erreiche und hier meine Wasserflasche auffüllen und in Ruhe etwas essen kann, bevor es weitergeht.

Der Weg verläuft nun über Feldwege im stetigen bergauf und etwas abgekämpft komme ich gegen 13:30 Uhr in Orsières an, wo ich Mittagspause und ein kleines Nickerchen im Schatten mache.

Frisch gestärkt geht es weiter. Es geht insgesamt noch 500m bergauf, größtenteils aber auf einer Schotterstraße mit moderater Steigung, so dass ich nicht die ganze Zeit wie eine Dampflok schnaube.

Heute ist das erste Mal, dass ich an einen Wegweiser Richtung Rom vorbeikomme (sind ja nur noch über 1.000km).

Da die Zeit schon vorangeschritten ist und ich auch langsam die List verliere, entscheide ich mich „nur“ nach Liddes zu laufen (in Liddes gab es keine Übernachtungsmöglichkeit, so dass bereits bei der Planung der Reise einkalkuliert war für den letzten Abschnitt den Bus zu nehmen). Natürlich zieht sich dieses letztes Stück und hält noch einen Bergziegenaufstieg für mich bereit.

Müde und erschöpft erreiche ich Liddes um 17 Uhr, besorge mir bei der Touristeninformation Busticket und Stempel und überbrücke die Wartezeit mit einem Eis.

Um halb sieben erreiche ich endlich mein Hotel und gemessen an der Busfahrt habe ich bei den letzten fünf Kilometern nicht wirklich viel verpasst. Die heiße Dusche tut ihren Dienst so dass ich wenig später im Restaurant des Hotels zu Abend essen und mit mir selbst auf die heutige Strecke (immerhin über 1.200 Höhenmeter) anstoße.

27.08.2024: Tag 74 – Von St. Maurice nach Martigny (18,1km)

Heute bekommen wir ein Frühstück, dass sich auch so nennen darf, es gibt sogar einen Eierkocher zum selber Eier kochen. Unsere werden frühzeitig fertig, weil ein anderer Wanderer der Meinung, unsere Eier seien nun lang genug gegart…. ah ja. Ungeachtet dieses Intermezzos genießen wir das Frühstück und brechen wenig später auf.

Der Weg führt und erst über Wiesen, dann über Pfade zwischen Waldabschnitten langsam bergauf.

Wir passieren dabei wieder mehrere kleine Ortschaften und kommen am Wasserfall Pissevache (der heißt wirklich so!) vorbei und gönnen uns in Vernayaz ein Eis.

Der letzte Teil des heutigen Weges führt durch einen verträumten Buchenwald, der durchsetzt ist mit Felsen.

Bereits um 13 Uhr erreichen wir Martigny und kurz darauf unser Hotel. Da wir noch nicht einchecken können, nutzen wir das günstige Mittagsbuffet des angrenzenden indischen Restaurants und können danach auf unser Zimmer und duschen.

Nach einer längeren Ruhepause schauen wir uns noch ein wenig Martigny an und dinieren auf einer Bank im Park, bevor wir unsere Sachen für morgen packen, Christian für seine Rückreise, ich für meine nächste Etappe.

26.08.2024: Tag 73 – Von Roche nach St. Maurice (26,0km)

Zum Frühstück gibt es Mini-Gummi-Brötchen, die nach wenig schmecken. Trotz dieses kulinarischen Ausfalls starten wir mit frischer Energie in den Tag.

Bei milden und trockenen Wetter geht es wieder am Weinbergen vorbei nach Aigle, wo wir uns mit frischen Proviant eindecken, ich mir einen Stempel für meinen Pass hole und kurz das dortige Chateau bestaunen.

Dann geht es aber auch schon bergauf in den Wald, wo der Weg durch mehrere Holzfiguren von Tieren dekoriert ist.

Nach dem Abstieg in Ort Ollon finden wir wenig später eine Bank, wo wir Mittagspause machen können, bevor der zweite und letzte Anstieg für heute in Angriff genommen wird.

Es folgt dann ein längerer eher eintöniger Streckenabschnitt, der einmal durch die Überquerung der Rhône unterbrochen wird, und dann kommen wir aber auch gegen halb vier in St. Maurice an.

Nachdem wir uns die Basilika angeschaut haben, beziehen wir unser Zimmer im nahen Hotel, duschen, waschen Wäsche und erholen uns noch etwas, ehe wir zum Abendessen aufbrechen.

Zur Abwechslung gibt es mal heute Auswahl bei den Restaurants und die Wahl fällt auf einen Chinesen. Mit einer guten Portion Reis mit Ente bzw. Rind im Bauch beschließen wir den Abend und bereiten uns auf morgen vor.

25.08.2024: Tag 72 – Von Vevey nach Roche (19,7km)

Heute geht es zur Abwechslung mal ganz entspannt los, denn nach dem Regen in der Nacht sind die Temperaturen deutlich gefallen und die Strecke bleibt unter 20km. Und so frühstücken wir in Ruhe im Hotel und brechen dann auf.

Auch heute geht es wieder am Genfer See entlang, diesmal hat der Weg aber mehr Promenadencharakter und uns kommen mehr Menschen entgegen.

In Montreux kommen wir an der Statue von Sissi vorbei, die hier ihr Leben ließ und von Freddy Mercury.

Der Weg führt am Chateau de Chillon, einem Wasserschloss aus dem 13. Jahrhundert, wo uns der Eintrittspreis von einem Besuch abschreckt.

Schon gegen 13 Uhr erreichen wir Villeneuve, machen hier noch eine Rast und dann nehmen wir die letzten Kilometer nach Roche in Angriff, die uns nahe der Autobahn entlangführen.

Das Hotel hat sich entschieden, das Badezimmer nur durch einen Duschvorhang vom Schlafbereich zu trennen, was etwas gewöhnungsbedürftig ist, aber wir arrangieren uns.

Das Abendessen nehmen wir im einzigen Lokal der Stadt ein (das Angebot von Roche ist doch überschaubar) und packen für den Rest des Abends die Füße hoch.

24.08.2024: Tag 71 – Von Lausanne nach Vevey (22,8km)

So, heute beginnt die Via Francigena, der Pilgerweg, der seit zehn Jahren als Idee in meinen Kopf rumgegeistert ist. Und da es heute wieder 30 Grad werden sollen, starten wir bereits um 7 Uhr und frühstücken am Genfer See bei aufgehender Sonne.

Der Weg wird heute entlang des Sees führen und wir kommen gleich zu Anfang am Olympia-Museum vorbei. Und dann geht es richtig los, zunächst nah am Wasser.

Dann geht es in die Weinberge. Der Weg steigt stetig an, genauso wie die Temperaturen, bis wir ca. 100m oberhalb des Sees wandern.

Wir kommen durch mehrere kleine, schöne Ortschaften und nutzen die Brunnen dort, um uns immer mal wieder abzukühlen.

Kurz vor Vevey wartet noch mal ein Aufstieg auf uns, den wir auch meistern, aber danach sind wir uns einig, dass es für heute langsam reicht.

Gegen 14 Uhr erreichen wir unser Hotel, können wenig später einchecken und freuen uns über duschen und ein kleines Nickerchen.

Danach erkunden wir noch die Stadt, in der Charlie Chaplin die letzten 25 Jahre gelebt hat, aber wir sind beide nicht wirklich angetan, besteht die Stadt doch primär aus recht neuen Gebäuden mit wenig Charme. Und so kaufen wir im Supermarkt fürs Abendessen ein und machen ein Picknick in einem Park nahe des Sees. Auf das Bad im See verzichten wir aufgrund der dortigen Menschenmenge und ziehen uns alsbald zurück zum Hotel.

23.08.2024: Tag 70 – Von Moudon nach Lausanne (28,8km)

Da ich möglichst früh in Lausanne sein möchte, um Christian dort in Empfang zu nehmen, mache ich mich bereits um 6 Uhr auf dem Weg. Es ist noch etwas frisch, als ich über Feldwege mich südlich durchschlage.

In einem kleinen Waldabschnitt kommt plötzlich Tim daher, der im Wald gezeltet hat und meine Freude ist groß, habe ich unverhofft wieder Gesellschaft. Wir kommen bis Encorcheboeuf, dann müssen wir zwei Stationen mit dem Buss fahren, da der Weg wegen Bauarbeiten gesperrt ist.

Der Großteil des restlichen Weges verläuft durch Wald und Tim schlägt ein etwas sportlicheres Tempo an, so dass wir bereits um 11 Uhr die Ausläufer von Lausanne erreichen.

Da wir so gut in der Zeit sind, trinken wir einen Kaffee und ich gönne mir ein Stück Kuchen, dass mich sprichwörtlich angelacht hat.

Nun geht es im leichten Bergab durch Wald und Parks und dann haben wir auch schon das Château Staint-Maire erreicht und kurz danach die Kathedrale.

Hier holen wir uns unseren Stempel ab und dann heißt es auch schon Tschüss sagen, da Tim weiterzieht Richtung Genf, ich morgen aber Richtung Rom gehe.

Ich lauf zum nah gelegenen Hotel und gebe dort erst mal meinen Rucksack ab, da ich noch nicht einchecken kann und schau mir bis zu Christians Ankunft noch die Stadt etwas an.

Nachdem Christian (Pünktlich liebe Deutsche Bahn. Auf die Minute. Nehmt euch ein Beispiel) angekommen ist, nehmen wir schnell noch ein spätes Mittagessen ein, duschen kurz im Hotel und dann schauen wir uns noch etwas die Stadt an.

Den Abschluss des Tages bildet das Bier auf der Rooftopbar des Hotels, wobei Lausanne so dermaßen rauf und runter geht, dass wir auf Augenhöhe mit der Straße gegenüber sind.

22.08.2024: Tag 69 – Von Autigny nach Moudon (26,1km)

Und es geht wieder weiter. Den Bauch mit Brot und Käse gefüllt geht es längere Zeit auf Landstraßen weiter und wieder fehlt mir auf, dass die Berge am Horizont verschwunden sind und ich an viel mehr Mais-, Gemüse- und abgeernteten Getreidefeldern vorbeikomme, als in der deutschen Schweiz.

Gegen 10 Uhr erreiche ich Romont, wo ich eine erste Pause einlege und mir in der Kirche meinen ersten Stempel für heute abhole.

Danach ist etwas die Luft raus, was auch an daran liegen mag, dass es immer wärmer wird. Aber ich reiss mich zusammen und wandere die letzten Kilometer an einer Baumallee im Halbschatten bis nach Moudon.

Gegen 15 Uhr komme ich bei meiner Unterkunft an und bin baff, was für ein Juwel an Unterkunft ich gefunden habe. Das Zimmer ist mit sehr viel Liebe zum Detail eingerichtet und die sehr freundliche Gastmutter wäscht mir sogar meiner Wäsche. Zudem erklärt sie mir, dass eine Teilstück der morgigen Strecke gesperrt ist und wo ich alternativ den Bus nehmen muss.

Nach der Dusche erzähle ich der frisch gebackenen Großmutter noch etwas von meiner Reise und mach mich dann auf Moudon noch etwas zu erkunden.

Zum Abendessen gibt es einen Döner und dann schlurfe ich zurück zur Unterkunft, um dort auf dem Balkon den Abend zu verbringen und freue mich darüber, dass an der Tür meine saubere Wäsche und das Brot für morgen auf mich wartet.

21.08.2024: Tag 68 -Von St.Antoni nach Autigny (27,9 km)

Das Bett im Kornspeicher hat sich als hartes Brett mit dünner Matratze entpuppt, dementsprechend wach ich ziemlich müde und stehe dann auch noch wenig später vor einer verschlossenen Bäckerei. Also Frühstück erst im nächsten Ort.

Gegen halb Acht erreiche ich Tafer und kann in einem kleinen Supermarkt Brötchen und etwas Käse erstehen und hole mein Frühstück vor der dortigen Kirche ein. Frisch gestärkt geht es weiter.

Gegen 10 Uhr erreiche ich Fribourg und bin damit auch in dem französischen Teil der Schweiz angekommen und muss mich nun mit meinen wenige Brocken Französisch durchschlagen.

Die Stadt ist größer als ich erwartet habe und hat eine schöne Altstadt in der Kathedrale Nikolai bekomme ich nach etwas suchen meinen Stempel und dann mache ich mich wieder weiter. Es dauert aber ziemlich lang, bis ich Fribourg endgültig verlassen habe.

Zur Mittagspause gönn ich mir noch ein kleines Nickerchen, da ich kaum noch die Augen offen halten kann und starte dann den letzten Teil der heutigen Route.

Es geht wieder über Feldwege und kurze Waldabschnitte. Auch muss ich eine Umleitung laufen, da der eigentliche Weg nach Autigny gesperrt ist.

Kurz vor Vier komme ich bei der Unterkunft an, wo der Gastvater kein Deutsch und Englisch spricht, aber mit ein paar Gesten und guten Willen werden mir doch alle Fragen beantwortet und ich freue mich sehr über das Zimmer und noch mehr über die Regendusche kurze Zeit später.

Nach dem dem Abendessen bleibt noch Zeit ein wenig die Reise zu dokumentieren und einfach mal die Seele baumeln zu lassen, bevor es ins Bett geht.

20.08.2024: Tag 67 – Von Riggisberg nach St. Antoni (22,6km)

Das Schloss verlasse ich um kurz nach acht und stapfe durch feuchtes Gras nach Rueggisberg. Ich komme an einer Klosterruine vorbei und wenig später sehe ich weiter vorn einen mir bereits vertrauten Rucksack.

Nachdem ich Nina eingeholt hab, die gestern kein WLAN hatte und daher nicht schreiben konnte, gehen wir auch heute zusammen nach St. Antoni.

Es geht vorbei am Fluss Schwarzwasser und eine Alm rauf, wo wir an einem Bauernhof mit einem Kühlschrank zur Selbstbedienung Pause machen und ein Eis essen, während wir dem Kreisen der immer mehr werdenden Raubvögel über dem Mähdrescher zuschauen.

Nina erzählt von ihrer Weiterbildung als Krankenschwester im Bereich Inkontinenz und der damit verbundenen Thematik der Sexualität, was ich ziemlich spannend finde. Ich berichte von meinen Erfahrungen vom Pilgern in Spanien. Die Mittagspause machen wir am Bahnhof von Schwarzenburg, wo uns Toilette, Brunnen und Kiosk zur Verfügung stehen (besser geht es also nicht) und treten dann das letzte Stück Weg für heute an.

Es geht noch mal etwas bergauf, aber alles in allem ist es heute eher eine leichte Strecke, auch wenn es langsam wieder warm wird.

Und Schwuppdiwupp sind wir auch in St.Antoni wo wir auch schon vor meiner Unterkunft stehen. Ich verabrede mich mit Nina zum Abendessen, die eine andere Unterkunft gefunden hat und beziehe mein Bett und mache noch schnell die Wäsche.

Beim Abendessen treffen wir noch auf den Oberpfälzer Schorsch, der auch den Jakobsweg läuft, der sich aber als absoluter Redelöwe entpuppt und Fragen nur stellt, um sich selbst das nächste Stichwort zu geben. Wir sind also nicht wirklich traurig, als er sich verabschiedet und wir beide noch Zeit zum quatschen über Gott und die Welt haben. Wir verabschieden uns prophylaktisch und wünschen uns einen guten Weg, da für mich morgen eine lange Strecke ansteht und ich dementsprechend früh los will.