Nach dem Frühstück bringt mich der Pilgerbetreuer Thomas noch zur Bushaltestelle und spricht mir noch den Pilgersegen. Eigentlich hätte ich mit der Fähre über den Thunersee übersetzen sollen, aber die Fähre fährt erst nach 10 Uhr und so fahre ich nach Thun, um meine Reise fortzusetzen.

Als ich bei einem Bäcker vorbeikomme, lächelt mich da eine Wanderin an, die gerade ihr Frühstück beendet. Es ist Nina aus Österreich, die ihre Pilgerreise oberhalb von Wien begonnen hat und nun wie ich das Vorhaben in Etappen umsetzt, nur das ihr Ziel Santiago de Compostela ist.
Die fröhliche Krankenschwester ist mir auf Anhieb sympathisch und zusammen setzen wir unsere Reise gemeinsam fort. Wir reden über verschiedene Pilgerwege, die Erfahrungen der letzten Tage… und laufen an einer Kirche dann erst mal in die falsche Richtung.

Nach diesem „Fitnesskilometer“ machen wir eine kurze Rast und biegen diesmal bei der Kirche richtig ab.

Wir tauschen uns weiter über unsere Familienverhältnisse, Klimaschutz, Arbeit und was weiß ich nicht alles und die Kilometer ziehen so dahin, die Umgebung wird eher zur Nebensache.

Schnell haben wir Blumensand erreicht, wo wir die Mittagspause einläuten und Nina auch endlich ein Quartier für heute findet, allerdings einen Ort weiter als ich.

Es geht weiter durch Wattenwill, wo wir das Gemeindehaus bestaunen, und dann den letzten schwierigen Anstieg des Tages in Angriff nehmen.


Kurz nach 16 Uhr erreichen wir Riggisberg, tauschen unsere Nummern aus und ich gehe hoch zum Schloss, während Nina ihre Reise nach Rüeggisberg fortsetzt.

Über mein Zimmer kann ich heute wirklich nicht klagen und mach mich nach der Dusche noch schnell auf Proviant einzukaufen und ein Abendessen beim nahen Imbiss einzunehmen. Und dann ist der Tag auch schon wieder rum.










































































































